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PUPPENTHEATER KOLIBRI - PRINZESSIN ISABELLA

Prinzessin Isabella

Puppen-Prinzessin auf Kolibri-Bühne

Auf einen Trotzkopf passt keine Krone. Wenn Isabella den Zackenkranz auf ihren Rotschopf setzt, kriegt sie Kopfschmerzen: Gewiss ist dies das psychosomatische Symptom einer bedrohten Kindheit. Anders als ihre Schwester, die Zierpüppchen-Petze, mag Isabella nicht elegant stillsitzen, sondern wild spielen. Anne Weindorf zeigt mit den Figuren ihres Tischtheaters ein emanzipatorisches Märchen nach einem Bilderbuch von Cornelia Funke: „Prinzessin Isabella“, eine Produktion des Puppentheaters Kolibri, die gestern im Theater Mollerhaus Premiere hatte, spielt auf einer wandelbaren Pappkulissenbühne zwischen Kinderzimmer, Küche und Stall.

Als Isabella ihre Krone in den Teich wirft, kommt sie zur Strafe erst an den Herd, dann in den Koben, was für das Mädchen Abenteuerspielplätze sind. Statt höfischem Ballett lernt sie lieber Hauswirtschaftslehre mit experimentellem Kochen und Schweinekuscheln. Anne Weindorf will nicht hinter ihren Figuren verschwinden und auch keine zweite Ebene für die Großen einbauen. Sie bleibt ganz bei ihren kleinen Figuren und kleinen Zuschauern. sb

Darmstädter Echo, 5.10.2009






Besucherrekord im Mollerhaus

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