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THEATER CHAMÄLEON |
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Harvey, du Träumer
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Das Kindertheater Chamäleon zeigt sein neues Stück
Orangerot-karierter Pyjama, Rasierseife im Gesicht und einen grünen Stofffrosch namens „Wuffi“ im Arm: Das ist Harvey, der das Träumen verlernt hat – Held des musikalischen Schwarzlichttheaterstücks „Harvey, du Träumer“ vom Kindertheater Chamäleon.
Am Montag war im Darmstädter Theater Mollerhaus Premiere für Harvey. Die Schauspieler Jürgen Zachmann und Justin Düttmann setzen in der Geschichte um den clownesken Harvey, der das Träumen verlernt hat, vor allem auf die visuellen Effekte des Schwarzlichts.
Das Stück für Kinder ab vier Jahre beginnt mit einem geheimnisvollen Paket, dessen Inhalt Harvey, gespielt von Jürgen Zachmann, die ersehnte Reise ins Traumland ermöglichen soll. Es enthält die schwarze Kleidung, die Zachmann in der Dunkelheit der Bühne unsichtbar werden lässt.
Indem er sie vor den Augen des Publikums überstreift, gibt er den Kindern einen Hinweis darauf, wie das nachfolgende Spiel mit den bunten Traumgestalten funktioniert. Fragen zur Technik beantwortet er gerne nach der Vorstellung.
Nachdem die Bühne schließlich verdunkelt ist, tauchen die ersten Wesen aus dem Traumland auf: violett leuchtende Hände spielen Ball, Blumen erblühen, neonfarbene Raupen wandeln sich in gleißende Schmetterlinge. Harvey träumt endlich wieder und wandert in Form einer Puppe sogar selbst durch die wunderliche Welt aus Farben und Bewegung.
Untermalt wird das Ballett der tanzenden Gespenster, singenden Socken und wuselnden Luftschlangen mit Musik vom Band. Das macht nicht nur den Kindern Spaß: Spätestens bei „Let’s twist again“ wippt auch der eine oder andere Erwachsene mit.
Zachmann, der ausgebildeter Spiel- und Theaterpädagoge ist, arbeitet seit 15 Jahren im Bereich Kinder- und Jugendarbeit. Das Stück war ursprünglich als Einpersonenstück geplant: „Aber mir wurde schnell klar, dass man die Bilder nicht alleine erzeugen kann“, sagt der Reinheimer. Sein Mitspieler Justin Düttmann unterstützt ihn deshalb beim Spiel mit den Puppen und Formen ebenso wie bei der Bedienung der Licht- und Tontechnik.
Thomas Riedel Darmstädeter Echo vom 15. Dezember 2004
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