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WASO KOULIS |
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Deutsche Meisterschaften der Zauberkunst
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Wer? Wann? Was? Zaubernde Frauen im Kommen: Darmstädterin weit vorn
Waso Koulis (44), charmante Darmstädter Mutter deutsch-griechischen Geblüts: Seit wenigen Tagen ist sie im siebten Himmel. In den sie sich hinauf zauberte, obwohl sie mit beiden Füßen auf der Erde stand. Es war in Baunatal bei Kassel – bei der ersten Etappe der Vorentscheidungen für die Deutschen Meisterschaften der Zauberkunst. Da schaffte Waso Koulis den zweiten Platz, kehrte mit einem prächtigen Pokal heim. Jetzt darf sie sich auf die Endrunde freuen, zu denen der Magische Zirkel Deutschland alle drei Jahre lädt. Also wird die Frau 2008 mit ihrer Show dabei sein: vom 3. bis 6. Juli in Neuss (Ruhrgebiet).
Der Zauber einer Frau ist es, der Männer sie bezaubernd nennen lässt. Was aber, wenn eine zauberhafte Frau auch noch Zauberin ist? Diesen magischen Doppelpack in singulärer Personalunion bietet Waso Koulis seit 1999. Was ziemlich „cool iss“, wie ihr Sohn David (damals 8) in perfektem Neudeutsch erkannte. Zu dessen Geburtstag hatte die Mama vor acht Jahren nämlich angeboten, seinen kleinen Gästen etwas Besonderes zu bieten: eine selbst ausgeheckte Zaubershow. Die kam so gut an, dass die Mutter sie – simsalabim! – in der Goetheschule wiederholen musste. Mit Folgeaufträgen, die sie längst in die Höhen eines verzauberungswilligen Erwachsenen-Publikums torpediert haben. Dass 150 Zauber-Profis ihr jetzt applaudierten, lässt Waso Koulis frohlocken. Sie fühlt sich ein bisschen, wie die deutschen Frauenfußballerinnen kurz vorm Endspiel in Schanghai.
Frage an die Frischgekürte: Worin unterscheiden sich zaubernde Frauen von Männern? Bei letzteren gibt’s ja häufig noch die unsägliche Programm-Nummer, Jungfrauen zu zersägen. Was ist mit den Zauber-Frauen: Zersägen die nun junge Klosterschüler?
Waso Koulis lacht. Denn Humor ist ein großer Faktor ihrer Darbietungen, für die sie alle Texte selbst schreibt. Das weibliche dabei: Selbstironisierung ihres Geschlechts. In der Rolle der Dora Unverzagt (dazu Foto) „spiele ich eine durchgeknallte Alte, die völlig aufs Einkaufen abfährt“. Da ihr das Sammeln elektronischer Rabattpunkte zu mühselig ist, zaubert sie sich Unmassen von Geld herbei. Reich und unabhängig, kann sie nun den wahren Werten bewussteren Lebens huldigen.
Scheinewedelnd nennt sie die drei wichtigsten. Erstens: Friseur (Gelächter). Zweitens: Schuhe (großes Gelächter). Drittens: Aber dann (Kunstpause) – noch mehr Schuhe! (brüllendes Gelächter).
Schlussfrage: Haben zaubernde Frauen männliche Assistenten? Antwort: „Schicken Sie mir einen, der wie Brad Pitt aussieht!“
Bert Hensel 28.9.2007
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