Bunte Vielfalt erwünscht Theater Mollerhaus: Die erste „Nacht der Freien Theaterszene“ ist an diesem Freitag
DARMSTADT. Seit 2001 gab es jedes Jahr im September eine „Lange Nacht der Musen“ in Darmstadt. Dieses Jahr wird es einen solchen Kulturabend nicht geben. Deshalb beschloss das Team des Theater Mollerhaus, selbst etwas auf die Beine zu stellen. Am Freitag (25.) wird zur „Nacht der Freien Theaterszene“ eingeladen. „Die Besucher können dann bei freiem Eintritt einen Einblick in das Schaffen im Mollerhaus bekommen und sich mit Künstlern austauschen“, sagt Silvia Wagner. Sie organisiert den Abend zusammen mit Iris Daßler. Die Nähe zwischen Zuschauer und Schauspieler liege dem Team dabei besonders am Herzen, erklären beide.
Das Rahmenprogramm beginnt um 20.30 Uhr mit der Schauspielgruppe „Junges Theaterlabor“. Ihr Stück „Gestern war heute noch morgen“ behandelt die Zukunftsängste der Jugendlichen und die Frage, wie man mit ihrer Perspektivlosigkeit umgehen soll. Im Laufe des Abends ist dann neben dem Mollerchor (21.30 Uhr) und einem Marionettentheater von Karina Wellmer-Schnell (22 Uhr) auch Inga Pickel mit ihren erotischen Märchen zu Gast (22.45 Uhr). Rainer Bauer gibt den Profibürokraten „Herbert Faulhaber“ (23. 15 Uhr) und Gundula Schneidewind erklärt die Kunst der Wegweisung (24 Uhr). Zum Abschluss des Abends wird das „Black In Theater“ um 0.30 Uhr eine Hommage auf alte „Herzblatt“-Sendungen im Fernsehen darbieten. Neben diesen Vorstellungen gibt es den Kurzfilm „Silencium Ilse“ vom Theater-Duo „Die Stromer“ zu sehen. „Die Stromer“ Thomas Best und Birgit Nonn werden die Besucher unter ihren Kunstnamen Hildegard Steinmetz und Walter Daumann auch durch den Abend begleiten.
Den Besuchern wird eine bunte Vielfalt geboten. Denn: „Eine ,Nacht der Freien Theaterszene‘ soll es künftig regelmäßig geben, wobei sich das Konzept noch ändern kann und offen bleibt für weitere Teilnehmer“, wie Iris Daßler sagt. Derzeit sind 29 Gruppen Mitglied im Verein „Freie Szene Darmstadt“. len 23.9.2009
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